Teluthos (3.RPG) Das Runescape RPG
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Beitrag von Nimrod am Di Sep 25, 2012 6:57 am

Nimrod

Der eisige Nordwind wehte ihm um die Ohren und verfing sich in den Federn seines Helmes. Dunstwölkchen stiegen vor seinem Visier empor. Durch seine Panzerung versank er bis zu seinen Knien im tiefen Schnee des Berges. „Hätte ich eine Kutsche genommen wärmte ich mich jetzt an einem warmen Kamin...“ murmelte er vor sich hin. Nun war er bereits mehrere Stunden unterwegs. Die Winterkälte nagte an seinen unbeugsamen Kräften. Er hielt sich an einem Felsvorsprung fest während er über eine Schlucht hangelte. Plötzlich rutschte er aus. Blitzschnell zückte er sein Schwert. Die Klinge blitzte im fahlen Licht des Mondes auf als er sie in die Felswand rammte. „Glück gehabt...“ Er zog sich hinauf und hangelte weiter bis er den Abgrund überwunden hatte.
Als er am Gipfel angekommen war erstreckte sich unter ihm ein einladend leuchtendes Städtchen entgegen. Aus den Kaminen traten Rußwolken hinaus, die im leuchten der Laternen wie verlorene Sonnenstrahlen eines milden Sommertages wirkten.
Er rutschte den Berghang hinab. Einzelne Schneeflocken verfingen sich in seinem Gesicht und schmolzen schnell zu kalten Bächen, die sein Gesicht herunterrannen.
Als er an den Toren ankam warfen ihm die Wachen unsichere Blicke zu. Es war nicht üblich dass jemand den todbringenden Berg überlebte, schon gar nicht ein schwer gepanzerter Fremder.
Er sah sich um. Der Markt war belebt. Die Händler versuchten ihre überteuerten Waren den Bewohnern anzudrehen. Eine kleine Taverne stach ihm ins Auge. Er stapfte auf sie zu. Als er die Tür schwungvoll auftrat wurde es schlagartig ruhig. Die Insassen drehten sich alle zu ihm um. Seine schwarze Rüstung schimmerte im fahlen Licht. Er setzte sich an den Tresen. Bald wurden die Gespräche wieder aufgenommen und die Glücksspiele weitergezockt. Der Wirt, ein untersetzter Herr mit grauen Haaren fragte nach seinem Begehr. „Ein Grog und ein Zimmer für die Nacht.“ Er ließ einen Geldbeutel auf dem Tresen fallen. „Das sollte reichen.“ Der Wirt nickte und brachte ihm sein Bier und einen Schlüssel. Der Krieger nahm seinen Helm ab und stellte ihn auf den Tresen. Der Helm wies eine Kerbe auf der linken Seite des Visiers auf, der auf eine schwere Verletzung schließen ließ. Der Krieger hob den Becher und begann zu trinken. Sein Gesicht war durch schwarze Haarsträhnen verdunkelt und sein Kinn war unrasiert. Sein linkes Auge zierte eine Narbe, die sich vertikal darüber zog. Als er getrunken hatte setzte er seinen Helm wieder auf. Er ging auf sein Zimmer. Die Stufen ächzten unter dem Gewicht seiner Rüstung.....
















Isa

Isa war gerade am Kartenspielen als der Fremde die Taverne betrat. Es wurde schlagartig still. Niemand traute sich einen Laut von sich zu geben. Jeder sah nur den Neuankömmling an. Er sah bedrohlich aus. Im fahlen Licht der einzelnen Laternen sah er wie ein Geschöpf aus dem Höllenschlund aus. Seine schwarze Rüstung war mit zahlreichen Stacheln versehen, die wie Pfähle zur Decke ragten. Sein Gesicht wurde von einem beeindruckenden Helm verdeckt. Er wies zahlreiche Kampfspuren auf aber die wohl markanteste Kerbe zog sich wie ein Graben über den linken Teil des Sehschlitzes, was ihm ein bedrohliches Aussehen verlieh. Der Krieger stapfte zum Tresen und schon bald nahmen die Gäste wieder ihre Tätigkeiten auf. Es wurde gebechert und gespielt. Der Alkohol floss in Strömen. Isa widmete sich wieder ihrem Kartenspiel. Irgendetwas am Fremden schien sie schon einmal gesehen zu haben. Sie wusste aber weder wann, noch wo. „Was haltet ihr von ihm.“ fragte einer ihrer Mitspieler, ein ungepflegter Mann mit einer ledernen Augenklappe. „Von wem?“ „Vom Nachtschatten. Der Mann am Tresen. Habt ihr noch nichts von ihm gehört?“ Und schon begannen rege Diskussionen über den Fremden. Isa hatte schon vieles von dem Mann, den man Nachtschatten nannte gehört. Er war ein Söldner, ein gefürchteter Schwertkämpfer. Jemand, der jeden Auftrag erfolgreich ausführte. Sein Ruf eilte ihm voraus, sowie viele Gerüchte über ihn. Er sei kein Mensch, er habe schon über 1000 Gegner besiegt, Er sei der Sohn des Teufels. Alles Ammenmärchen. Isa wusste nicht wieso, aber ihr kam Der Söldner bekannt vor.
Sie beglich ihre Spielschulden und ging als Nimrod in den oberen Stockwerken verschwunden war zum Tresen. „Welches Zimmer hat er bekommen?“ fragte sie forsch. „Ich kann nicht einfach solche Informationen herausgeben.“ Erwiderte der Wirt. Isa nahm ein Silberstück aus ihrem Beutel. „Andererseits... Er hat das Zimmer im Westflügel...“
Isa schritt leise durch die kalten Gänge des Gasthauses. Die Fliesen ächzten wie Sklaven unter ihren Füssen. Als sie an der Zimmertür des Söldners angekommen war nahm sie all ihren Mut zusammen und spähte durch das Schlüsselloch. Der Krieger hatte seinen Helm und seinen Harnisch abgelegt. Sein Körper war von zahlreichen Narben übersäht und durch das stetige tragen seiner Panzerung gestählt. Als der Söldner sich umdrehte stockte ihr der Atem. Als sie die große Narbe über seinem linken Auge sah erinnerte sie sich an ein traumatisches Ereignis vor vielen Jahren. „Das ist unmöglich...“

















Nimrod

Er hörte ein Geräusch. Kaum hörbar. Wie das Rieseln von Sandkörnern. Er drehte sich zur Tür und trat sie schwungvoll auf. Doch niemand war im Gang. „Ich leide wohl unter Verfolgungswahn.“ Als er die Tür wieder geschlossen hatte besah er sich seinen Helm.
Seit nunmehr drei Jahren zog sich schon die Narbe über sein Helm und Gesicht. Wie ein unüberwindbarer Abgrund der alles verschwinden ließ, was so unglücklich war hineinzufallen. Sie war sein Markenzeichen. Seit dem Angriff auf das Dorf im Süden als ihm ein Barbarenhäuptling die Streitaxt durch sein Gesicht zog ließ ihn die Szene nicht mehr los. Ein milder Sommerabend. Das Rot des Abendhimmels, der Rauch der von den Ruinen des Dorfes aufstieg, die Barbarenmeute, die sich wie ein Rudel Wölfe an der Pein der Dorfbewohner labte. Er durchlebte nochmal, wie er damals Rache nahm. Wie er die Barbaren wie Vieh schlachtete, wie er Gliedmaßen abtrennte, wie die Erde mit Blut getränkt wurde. Der Kampf gegen den Anführer, die Streitaxt, die eine Furche durch sein Gesicht zog, wie ein Pflug Ackerland pflügte. Und.... ein Mädchen. Eine Überlebende des Wahnsinns....
Er legte den Helm wieder hin. „Die Vergangenheit sollte man ruhen lassen...“ Die Lampe wurde gelöscht. Das klapprige Bett drohte unter seinem Gewicht zusammenzubrechen.
Sein Atem beruhigte sich. Träume waren ihm seit jenem Tag nicht mehr vergönnt. Er betrat eine karge Welt ohne jegliche Freude.....

Isa kauerte hinter einer Ecke. Sie kannte den Fremden. Sie erinnerte sich an den verstörenden Abend vor drei Jahren. Damals war sie gerade mal fünfzehn Jahre alt. Tränen rannen über ihre Wange und tropften wie Regentropfen auf den Boden. Sie erinnerte sich nur noch daran, dass sie ein gepanzerter Mann mit einer tiefen Wunde im Gesicht in ein benachbartes Dorf gebracht hatte. Dort wurde sie versorgt und gepflegt bis sie wieder gesund war. Sie war sich sicher, dass dieser Söldner jener Mann war. Er wusste, was damals passiert war...
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